Umfrage: Wann soll das Erntedankfest stattfinden?
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Erntedankfest
#11
SO, JETZT REICHT'S HIER ABER, JETZT MISCH ICH MICH AUCH MAL MIT CAPSLOCK EIN oder auch nicht, weil ich kB auf 'ne Diskussion hab, die nicht meine ist und mich tbh überhaupt nicht interessiert. ^_^ Ich geh hier nur auf 'nen kleinen Punkt ein:

(05.10.2017, 11:37)Reny schrieb: Und Rhûn ist wohl ein Land mit signifikant hoher Einwohnerfluktuation bzw. Einwandererzahl (wenn man betrachtet, wie viele Spielerchars zugereist sind und wie wenige Spielerchars schon immer ansässig sind. Tatsächlich fände ich es seltsam, wenn das nur die Spielercharas sind.

Wenn ich jetzt als neuer Spieler in eine fabelhafte neue Welt komme, dann wird mein Charakter nur auf dem Papier auch genau zu diesem Zeitpunkt geboren. Tatsache ist allerdings, dass er in den meisten Fällen schon zumindest die Volljährigkeit erlangt hat, also mindestens zwei Jahrzehnte (oder im Fall diverser langlebiger Rassen auch gern ein paar Jahrhunderte) bereits am Leben ist und dementsprechend auch etwas von der Welt, dem Land, in dem er lebt, mitbekommen hat.

Wir haben also einen Char; er ist selbst eigentlich älter als der Server...doch was hat er in den letzten paar Jahren gemacht? Der Server läuft ja auch nicht seit gestern, und selbst wenn man nicht bewandert in der (überaus unvollständigen) Geschichte Rhûns ist, so müsste man z.B. wissen, dass das Land in den letzten 5 Jahren unzählige Male vor dem Supergau stand. Weiß man das als neuer Spieler? Nein. Will man daher in jedes noch so kleine geschichtliche Fettnäpfchen treten? Nein. Wird man sich durch über 130 Textseiten eines Wikis graben, um ja nichts zu tun, das irgendwie den Kanon brechen würde? Nein. Was ist die Antwort? Jep: Der Char kommt einfach von außerhalb.

Und bei den NPCs, nun, die sind wie Schrödingers Katze: Solang man sie nicht gefragt hat, können sie zwar einfach zugezogen sein, genauso gut aber seit Jahrhunderten in Rhûn wohnen. Wird man sie fragen? Nein. Also können wir ja auch einfach weiter im Glauben (ungeachtet, ob der richtig oder falsch ist), dass unsere Heldenchars etwas ganz Besonderes sind, weil sie aus der Fremde stammen und nur ach-so-tolle Geschichten zu erzählen haben. Es stimmt aber auf jeden Fall, dass eine gewisse Fluktuation der Bevölkerungszahlen besteht. Die äußert sich aber eher dadurch, dass bei Kriegs- und Katastrophenevents gerne zigtausende NPCs ihr Leben lassen, während wir als Schicksalsgötter, die Azmera liebend gerne die Arbeit klauen, unsere geliebten Chars selbst vor derlei Schäden bewahren. Natürlich werden aber auch die NPCs irgendwann bemerkt haben, dass beinahe jährlich gewürfelt wird, ob sie noch ein weiteres Jahr überleben oder die nächste Katastrophe sie dahinrafft, insofern: Natürlich wird es auch diverse NPCs geben, die sich irgendwann einfach denken "Nope, mir reicht's" und außer Landes ziehen (sofern sie es sich leisten können und beim Versuch nicht draufgehen, weil so 'ne Reise über die Berge in der Regel alles andere als spaßig ist).

Das war's dann auch schon. Zu guter Letzt noch:

[Bild: 2rvewk3.png]
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#12
(05.10.2017, 11:37)Reny schrieb: Ich sähe gerne die Möglichkeit, dass ein glaubensloser Chara (oder einer der an seine eigenen, anderen Götter glaubt, was auch immer) mit gutem Gewissen sagen kann: Ich weiß, dass zu Fest z Göttin xy gefeiert wird. Aber es gibt nicht nur diesen Aspekt. Mit diesem Fest kann ich mich auch identifizieren, wenn ich xy hasse/sie mich nicht interessiert/ich nicht an ihre Existenz glauben will (meinentwegen kanns auch gerne mehr und andere Feste geben, die von den Göttern losgelöst sind, ich bin nur ziemlich sicher, dass das der regelmäßigen Events zu viel wird).

Habe ich mit irgendeinem Wort gesagt, dass das nicht möglich ist? Ich weiß deine Worte sind vor allem auch eine Antwort auf Lia. Was an der Stelle wohl noch einmal wichtig zu erwähnen ist... Lia hat sich die letzten paar Wochen fast täglich mit mir über die Götter und die Religionen gestritten. Entsprechend steht dies gerade auch iin ihrem Fokus. Und ich finde, dass es eben sehr wohl möglich ist, beides nebeneinander stehen zu lassen. Falls ich das in meinem Post oben nicht klar gemacht habe: Weder Ney noch ich planen aus den Festen plötzlich super spirituelle Veranstaltungen zu machen!!!

(05.10.2017, 05:57)Mireya schrieb: Ich habe grundlegend kein Problem damit, wenn man sagt, dass die Feste einem der Götter zugeordnet wird.
Jedoch habe ich ein Problem damit, wenn nun rückwirkend aus den Festen ein Feier der Gläubigen gemacht wird und die Ungläubigen das halt entweder ignorieren sollen oder eben nicht gehen.

Bisher war nirgendwo die Rede davon, dass die Feste der Anbetung der Götter dient. Nirgends. Bei keinem Einzigen. Das ist erst hier der Fall gewesen und ich habe es für mich halt so interpretiert, als würde das gar nicht weiter im Vordergrund stehen.

Es stimmt, dieses Jahr habe ich nicht daran gedacht zu erwähnen, dass die Feste zu Ehren dieses und jenen Gottes sind. Die letzten 2 Jahre fanden die Feste nie da statt, wann sie stattfinden sollten. Aus dem Maskenball wurde ein Frühlingsball usw weil wir entweder als Admins zu verpeilt waren, oder keine Zeit haten... RL ftw. Bei diesen Festen haben wir es nicht noch einmal extra herausgestrichen. In den Ankündigungen der MotDs und in den Festposts wird es jedoch stets erwähnt welches Fest zu Ehren welchen Gottes stattfindet. Das Erntedankfest fiel jedoch einige Jahre ein wenig unter den Tisch, da im September traditionell wenig Spieler aktiv sind. Die ankündigungen zu den Herbstfesten:

Zitat:Auf der Friedensebene ist ab sofort das große Fest für die Göttin Alea.

Heut Abend dann das Erntedankfest!

-20. September 2009

Zitat:Etwas verspätet findet ihr nun am Stadtrand das Herbst- und Erntedankfest zu Ehren Aleas. Bis zum Ende der nächsten Woche (3.10.) habt ihr Zeit Fest und Spiele zu genießen.

-26. September 2010

In der Regel wurde es aber entweder durch das Auftauchen der Götter selbst, oder innerhalb der Eventposts erwähnt. Ich habe gerade keinen Zugang zur Indizierung meiner Rps, daher hier nur ein subtiles Beispiel des Tortuga-Sommerfestes. Von Arbeit aus kann ich jedoch keine besseren Beispiele heraussuchen. 
Zitat:Das Schicksal hat es wirklich gut gemeint, weht doch ein warmes Lüftchen, was den all zu derben Geruch vertreibt und einen Hauch von Sommer mit bringt... Einen wie man ihn auf Tortuga nur selten kennt.

Selbst in den letzten Jahren wurde es zumindest in Eventposts erwähnt und von meiner Seite auch immer wieder in Gesprächen. Ja, das ist die Antwort auf das Niemals, nirgends und rückwirkend. Angel Es ist kein Zweifel, dass wir es in den letzten Jahren nicht deutlich genug hervorgehaben haben, aber dass es gar nicht erwähnt wurde, kann ich nicht bestätigen. Allerdings  muss ich zugeben: Es hätte für neue Spieler immer wieder neu und deutlich gesagt werden müssen, das haben wir in den Jahren wo wir 1-2 neue aktive Spieler bekommen haben nicht so getan, wie es sicher angebracht gewesen wäre. Das zählt wohl unter den Punkt Kommunikation, an dem wir derzeit proaktiv arbeiten.

(05.10.2017, 05:57)Mireya schrieb: Nachdem, wie es nun jedoch (in Skype) beschrieben wurde, soll es nun rückwirkend, anders sein. Da stehen dann plötzlich überall Krippen herum, 99% singt Ave Maria und dankt dem Herrn.

Das war es nie und wird es nie sein. Bei keinem der Feste wurde je ein Opfer erbracht, außer man konnte gerade nicht feiern sondern musste die Welt vor dem Abgrund retten, das zu den Änderungen in den Bevölkerungszahlen führt(e). Ich finde da Jackys Zusammenfassung dieser Problematik durchaus passend Smile
Aber selbst zu den Zeiten als wir noch in den MotDs dazu aufforderten den Göttern zu huldigen (ja die gibt es auch), waren die Feste Feste. Und ehrt man die Götter, indem man etwas Milch auf die Erde schüttet, oder indem zwei Personen gemeinsam in die Büsche entschwinden? Ist ein Symbol mehr wert als das andere? Für Rhûn konnte man diese Frage immer mit Nein beantworten.


(05.10.2017, 05:57)Mireya schrieb: Das Erntefest wird hier aber gerade so hingestellt, als wäre es ein Fest um Alea zu huldigen. Durch und durch und ohne Ausnahme.
Dann hat es Einfluss darauf, wie andere Charas das sehen. Darauf, ob sie da hingehen oder nicht.

Wen das alles ist, was aus meinen Worten rüber kommt, dann muss ich wohl noch einmal überlegen, wie ich meine Gedanken verständlicher formulieren kann....

Allerdings verstehe ich auch noch nicht ganz, wie aus dem einen Teilsatz "zu Ehren Aleas" plötzlich diese Diskussion entbrannte. Denn das kommt bei mir eben auch als das an, was Reny verneint... Und ich vermute das ist auch der Grund für Liadans passionierte Verteidigung der Götter. Es schadet nicht, dass sie das ist, denn kontroverse Diskussionen sind immer spannend. Umso mehr wenn dadurch mehr Klarheit entsteht.

(05.10.2017, 11:37)Reny schrieb: Hier ging es lediglich um die gleichen Inhalte ohne einen automatischen Gottesstempel für alle Chars, die das vorziehen.

Und wieder frage ich.... habe ich das Gegenteil behauptet? Darf man nur dann zu einer Weihnachtsfeier oder zu einer Kirmes gehen wenn man den religiösen Hintergrund kennt und versteht? Opfert ihr die Asche des Maifeuers noch Cernurnos? Oder etwas näher, seid ihr an eurem Nationalfeiertag arbeiten gegangen? Oder seid ihr zu Hause geblieben? Hattet ihr nur einen freien Tag, weil ihr die Arbeit eurer Regierung so gut fandet? Auch wenn wir nicht wie in Norwegen fähnchenschwenkend durch die Straßen laufen und dem König zujubeln, begehen wir diesen Feiertag. Und auch die Norweger, die mit ihrer Flagge in der Hand und in Tracht auf der Straße gesehen werden, sind nicht zwangsläufig Kronloyal.

Das Fest selbst ist doch ein Ritual, das Lüften der Maske, das Feuer am Strand, der Tanz mit dem Ährenkranz im Haar. Die einen tun es, weil sie dabei bewusst an ihre Götter denken, die anderen weil sie Spaß haben wollen. Ich habe nie behauptet, dass das eine das andere ausschließt. Nur schließt das Andere auch nicht das Eine aus.
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#13
Ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Mach ich ja sowieso immer. Also *nach dem Senf greif und kräftig über die Diskussion  vermatsch*
 
Wie Jacky es so schön schrieb ‚Der Char kommt von außerhalb‘. Meine Chars kommen meist von außerhalb. Manche leben nun schon ein paar Jahre hier, haben das ein oder auch andere Fest besucht, sind auf Maskenbälle gegangen und haben sich amüsiert. Außerhalb sind vielleicht andere Götter für etwaige Feste zuständig. Entweder sind sie präsent, oder sie sind eben nicht präsent. Die meisten Chars haben dort bestimmt auch ihre Feste gefeiert, Götter verehrt, oder sie verabscheut.
 
Das Ding ist, wie ich es auch gestern so schön ins die Skype Diskussion geschrieben habe, ist doch einfach. Wenn Char Xy sagt: Nö ich geh nicht auf das Fest, weil die Göttin Cd einfach doof ist. Dann sieht sie mal, wie sehr ich sie verachte und das ich sie überhaupt nicht leiden kann. Ich glaube nicht, dass eben jene Göttin dann sauer oder enttäuscht wäre, weil Char Xy nicht gekommen ist. Im Grunde genommen, nimmt sich Char Xy selbst den Spaß.

Das ist, als würde ich ein riesen Kuchenbüffet ausschlagen, nur weil an eben jenem Buffet Jemand steht, den ich auf den Tod nicht leiden kann.
Ich kann dem Jenigen ja aus dem Weg gehen, weil das Buffet groß genug ist und ich muss den Jenigen ja auch nicht beweihräuchern. Man ignoriert einfach und feiert des Spaßes wegen. Oder um es in dem Beispiel zu sagen. Man schlägt sich den Bauch voll und ignoriert den Störenfried. ^^
 
Übrigens Kirmes O.O Ich wusste bis dato nicht einmal, dass die Kirmes auf etwas wie der Kirche oder dem Glauben entstand. Für mich war es immer nur Spaß und natürlich Geldausgeberei ^^
 
So jetzt erst einmal genug von meinem Senf. Wer gibt die Prise Salz dazu? Big Grin
"Bin leider vorerst nicht erreichbar, habe noch Termine mit Blödsinn, Unsinn und Wahnsinn. Vielleicht treffe ich auch noch Leichtsinn und wir gehen dann zusammen zum Irrsinn." - Viku
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#14
*Salz darüber streu*

Ich bezweifel auch, dass es cdjucken wird, ob xy geht oder nicht. Wenn auf einmal ganze Bevölkerungsgruppen wegziehen würden, hätte sie vielleicht einen Grund über ihren Kindergarten nachzudenken, aber es gehen eh nie alle Bewohner eines Landes zeitgleich auf ein Fest.

die Götter sind auch keine allmächtigen Puppenspieler. Die 33 haben die Scheibe, die Sonne und die Monde geschaffen, die Götter die sich auf der Erdenscheibe angesiedelt haben waren auch mehr als die 6 Rhûns. Götter haben die Tendenz sich fortzupflanzen und sogar zu sterben. Man kann jede Menge Gründe finden, weshalb es gottlose Regionen gibt. Gott hat keine Lust mehr, Urlaub auf der Sonne, hat die Nase voll von seinen Schöpfungen, wurde von nachbargöttern oder der Nachkommenschaft beiseite geschafft, sind die, die mir spontan einfallen. Beispiel Diana, die bringt Liebe in die Welt, aber wenn sie bewusst versucht emotionen bei einzelnen Wesen zu beeinflussen, geht das gerne mal nach hinten los. Alea: sie bringt Fruchtbarkeit in die Welt und sie ist schon besser geübt als Diana und wer durch ihren Einfluss den goldenen Treffer landet, hasst sie manchesmal danach, aber es wäre doch viel zu mühsam sich um jedes Wesen selbst zu kümmern. Azmera hat überhaupt nicht genug Kapazität alle Wahrscheinlichkeiten allein im Auge zu halten, sie braucht ihre heiligen Wale dafür, sie würde den Piepmatz zeigen, wenn sie für jeden einzelnen die Strippen ziehen muss. Wenn sie Einfluss nimmt, dann weil sie im Netz der Möglichkeiten eine Zukunft favorisiert. Ich würde Wetten, die Hälfte der Zeit, in der man sie verteufelt, hat sie nicht die Mühe gemacht persönlich Schach spielen zu wollen. Ohne ihre Bevölkerung hätte sie aber auch niemanden mit dem sie spielen kann... das wäre doch (für sie) äußerst bedauerlich. Und um nur für Azmera zu sprechen, ich bin mir nicht sicher ob es für sie einen Unterschied macht, ob sie positive oder negative Ressonanz bekommt.
Ob die Götter jedoch ihre Macht verlieren, wie in der Scheibenwelt, wurde damals nicht festgelegt.... muss man dieses Geheimnis lüften? Wenn ihr das geklärt sehen wollt, bitte, sonst würde ich sagen das kann zu den vielen Geheimnissen der Götter zählen.
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#15
Okok. Ich seh schon. Bevor es hier zu einer Kettenreaktion von Monsterbeiträgen kommt, jeder 10 neue Missverständnisse und Ausschweifungen mit sich bringt, die dann in weiteren 10 Monsterbeiträgen... Das Unendlichkeitsschleifchen könnt ihr euch dazudenken Wink

Kurz und knapp: Wenns eh dabei bleibt, dass das Fest für jeden ist, was er möchte, ist alles wunderbar.

(05.10.2017, 15:26)Lilith schrieb: Und wieder frage ich.... habe ich das Gegenteil behauptet?

Ich hab mich tatsächlich auf nix bezogen, was von dir kam Wink Also nein. Wenn es nach mir geht: Du hast gar nix behauptet^^ Nix, woran ich Anstoß genommen hätte.

Das Ganze hat gestern in Skype lediglich so gewirkt, als ob die ganzen Feste viel "gläubiger" gewesen wären oder sein sollten, als sie in der Realität bis dato umgesetzt wurden. DAS hätte ich nicht so leiwand gefunden, daher kam eine ausführlichere Meinung dazu. Tatsächlich waren wir ja anfangs - überraschend, aber wahr! - alle ziemlich auf einer Linie.

Scheint ja aber eins der berühmt-berüchtigten Missverständnisse gewesen zu sein, davon beeinflusst, dass Lia das als "ihr" Thema und damit natürlich gerade besonders wichtig und verteidigenswert sieht. [In diese Worte sei bitte keinerlei Wertung zu interpretieren, danke.]

Zu Jackys Beitrag: Jupp. Das wäre inhaltsmäßig in etwa das, was ich antworten würde, wenn mich jemand fragen würde, weshalb die Bevölkerung dieser Lande denn so stark am Kommen und Gehen ist. Quasi eine weitere Erläuterung dazu.

Ob die Macht der Götter mit der Anzahl ihrer Gläubigen steht und fällt, kann man ja bei entsprechender Lust und Laune mal näher definieren. Relevant ist das aber vermutlich auch nur dann, wenn man mitberücksichtigen will, was für eine PC-Quote in etwa welchen Gott unterstützt und das dann mit hochrechnet, Faktor "NPC's sind im Schnitt weitaus gläubiger" mit einberechnet... blabla, usw, usf. Wenn man mit dem Einfluss der Götter und den Grenzen ihrer Macht oä ein bisschen spielen will, vielleicht mal eine ganz lustige Sache... In der To-Do-Liste würde ich aber andere Dinge weiter vorne einreihen.  Tongue
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#16
Es ist nicht mein Thema, sondern einfach eines mit dem ich mich in den letzten Wochen sehr intensiv befasst habe und daher auch Meinungen und Wissen mitbringe, die andere vielleicht noch nicht wussten, bzw auch keine Chance hatten es zu wissen weils eben nicht kommuniziert wurde. Ich möchte hier niemandem meine Meinung aufzwingen, ich sah mich lediglich in der Lage einige Dinge richtig zu stellen, die bisher dem Informationssieb zum Opfer gefallen sind - und ganz offensichtlich bin ich in meinem Versuch Dinge zu korrigieren grandios gescheitert, weil ich scheinbar völlig falsch verstanden werde.

Lilith hat hier schon einiges wieder gerade gerückt, aber da sich auch auf meine Worte bezogen wird möchte ich das ebenfalls nochmal verdeutlichen.
Wichtig: Das hier ist meine Meinung gepaart mit dem Wissen das ich durch das Bearbeiten des Wikis erlangt habe. Nicht mehr und nicht weniger.

1: Kein Charakter ist gezwungen im inbrünstigen Glauben an die Gottheit der das Fest gewidmet ist eben jenes zu besuchen.
Vor dem Festgelände steht niemand und verlangt vorher die Eintrittskarte namens "Gottesfürchtigkeit".
Konkret für das Fest dieses Wochenende gilt: Es wird das Leben gepriesen, die Ernte, das Feuer, die Vielfalt. Das alles sind Dinge die unmittelbar mit Alea zu tun haben, weil sie Einfluss darauf nimmt. Daher ist das Fest auch zu ihren Ehren entstanden und wird auch von vielen noch in Gedenken an sie gefeiert. Viele - nicht alle!
Es liegt aber vollkommen in eurer Hand zu sagen:
"Ja, das feiere ich um Aleas Willen."
ODER
"Ja, das feiere ich weil mir die Grundsätze gefallen, ganz gleich ob Alea damit zu tun hat oder nicht."
ODER
"Ja, das ist ja schön und gut, aber ich feiere, weil ich Spaß am feiern habe und nichts anderes."
ODER
"Ich hasse Alea und ganz gleich wofür sie und das Fest stehen, ich werde es nicht feiern."
ODER
Ihr feiert/feiert nicht aus ganz anderen Gründen, die mir gerade nicht einfallen, die ihr euch aber gerne aus den Fingern saugen könnt. Die Möglichkeiten sind da glaube ich grenzenlos und es ist ganz alleine eure Entscheidung. Das wird euch von keinem Admin und schon gar nicht von mir vorgeschrieben. (Nochmal: Ich weiß viel darüber weil ich den Kram seit Wochen bearbeite, aber ich habe keine Entscheidungsgewalt geschweige den Wunsch oder Befugnis Vorschriften zu machen.)

2: Niemand drückt hier nachträglich irgendwo seinen Göttlichkeits-Stempel auf.
Das habe ich nie behauptet und werde ich auch nie behaupten. Und wenn der Eindruck aufgekommen ist, dass ich das ausdrücken wollte, tut es mir leid, es ist keineswegs der Fall.
Die Feste sind so gelaufen wie sie gelaufen sind und an den Empfindungen die damals für die Charaktere herrschten hat sich nichts geändert. Wenn sie vorher nicht im Glauben an die Götter dorthin gegangen sind, dann wird das nicht nachträglich noch behauptet. Keinem (weder den Admins, noch mir und ganz besonders euch selbst) ist daran gelegen euren Charakteren die Konsistenz zu rauben, weil ihnen irgendein Mantel übergeworfen wird, der sie nicht wiederspiegelt.

3: Die Feste werden auch nicht in Zukunft plötzlich mega glaubensbezogen sein.
Sicherlich laufen überall Priester rum, aber nicht um zu missionieren, sondern um mitzufeiern und vielleicht auf Anfrage Dinge zu erklären. An diesen Leutchen braucht sich aber doch niemand zu stören. Die können super leicht ignoriert werden wie Akamarus Störenfried am Kuchenbuffet. (OT: Danke für das schöne Beispiel Big Grin )
Wie Azmera schon beschrieben hat wurde in der Vergangenheit auch schon erwähnt, dass die Feste zu Ehren von Gott XY gefeiert werden. Das hat früher wenig bis keinen Einfluss auf die Plays genommen und das muss es auch heute nicht. Ich sehe nicht, warum es plötzlich so einen großen Einfluss nehmen soll, geschweige denn plötzlich überhaupt zum Thema wird.

4: Das Verhältnis der Glaubensrichtungen unserer Charaktere spiegelt nicht zwangsläufig das Verhältnis der Gesamtbevölkerung wieder.
Ich weiß noch ganz genau wie überrascht ich damals war, als ich erfuhr das Rhûns Städte eben solche sind und nicht etwa kleine Dörfer mitten im Nichts. Ich glaube vielen ist das immer noch nicht ganz gegenwärtig? Wir reden hier von über 1,5 Millionen Leben die sich auf die 5 diesweltlichen Städte verteilen. Unsere 340 Charaktere (von denen viele zu Spielern gehören die sich seit Monaten nicht mehr auf dem Server haben blicken lassen) bilden nur einen sehr kleinen Teil dieser großen Gemeinschaft. Sie mögen aus anderen Landen kommen oder direkt aus Rhûn stammen, und die unterschiedlichsten Götter verehren, oder auch gar keine. Aber sie sind trotzdem nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Reny hat geschrieben "nicht die NPC sondern die Spielerchars beleben das Fest". Ich stimme da nur zu Teilen zu. Ja, die Spielerchars beleben das Fest für uns als Spieler, weil das die einzigen sind mit denen wir wirklich interagieren können. Aber das Fest als Gesamtes besteht nicht nur aus unseren 50 Spielerchars die dort hingehen. Es wird von tausenden NPC besucht die in ihrer kleinen Welt einen nicht unwesentlichen Teil zu dem Fest beitragen. Die dieses Fest auf ihre eigene Weise feiern, aus ihren eigenen Beweggründen. Es liegt an uns, ob wir mit ihnen feiern oder völlig von ihnen losgelöst, oder eben auch gar nicht.
Das heißt um Himmelswillen nicht dass ich der Meinung bin das man auf die Spielerchars verzichten kann, weil die Feste ja auch ohne uns leben. Der ganze Server lebt nur durch uns Spieler und unsere Chars. Und die Feste gibt es in ihrer ausgespielten Form nur wegen uns kleinen Tropfen. Ich möchte lediglich erinnern, dass wir nicht allein in dieser Welt sind und obwohl wir sie formen, sind wir nur eine kleine Fraktion eines riesigen Landes.

5: Die Götter nehmen unmittelbar am Leben der rhûnschen Bevölkerung teil.
Ich möchte hier noch mal ausdrücklich auf Lilith' Post hinweisen. Die Götter sind anwesend und sehr mächtig aber nicht ALLmächtig.
Doch auch wenn sie nicht alles lenken was in Rhûn passiert, so nehmen sie dennoch ab und an Einfluss und das teilweise sehr akkut, denn ohne Alea würde Pyra regelmäßig Feuer und Asche spucken und wenn Azmera nicht wäre gäbe es ebenso regelmäßige Erdbeben und Flutwellen.
Das Verhältnis der Götter und den Bewohnern steht dadurch in einem sehr empfindlichen Kreislauf: Ohne die Bewohner hätten die Götter nichts zum spielen, aber ohne die Götter hätten die Bewohner auch nicht das schönste, fruchtbarste, vielfältigste (bitte fügt noch viele tolle Adjektive ein) Land, das Terrua zu bieten hat.
Wenn ich nur ein paar Gebete gen Himmel schicken muss, damit es so bleibt werde ich der religiöseste Fanatiker und bete dass alles in Zukunft hübsch bleibt und ich diese Zukunft auch noch erleben kann. Wenn ein paar Gebete alles sind, die zwischen mir und dem schönsten Fleck der Erde liegen, then so be it. Ich verzichte doch nicht auf das Paradies auf Erden nur weil ich mir zu Schade bin mal ein paar Gebete los zu lassen?!
Es liegt aber auch an mir ob ich vor der Macht der Götter in Angst erzittere und aus dieser Angst heraus folge, oder ob ich die Barmherzigkeit verehre und die aufopferungsvolle Hingabe der Götter, die ihre Kräfte darauf verwenden ein ungastliches Stück Erde in ein Paradies zu verwandeln. Es ist alles Auslegungssache und wie man es macht bleibt den Spielern und ihren Charakteren überlassen. Bei weitem nicht alle meine Chars sind froh über die Götter (auch nicht diejenigen die über einige Ecken mit ihnen verwandt sind) sondern fluchen eher über sie. Das ist meine Sache, genauso wie das Verhältnis eurer Chars zu den Göttern ganz allein eure Sache ist. Niemand schreibt euch vor was eure Chars glauben sollen, oder sagt euch "so hätte es schon immer sein sollen, also macht ihr das rückwirkend und ab sofort so."

Was wir tun ist euch lediglich darüber zu informieren, wie die Lore unserer Welt aussieht. Wie ihr dann damit verfahrt und wie und ob überhaupt eure Chars sie umsetzen ist euer Bier. [Bild: 500_F_70021451_dl2MdzdUBaErMI2vTPf7Kj7nSApIbNY5.jpg]

6: Die NPC leben weil die Spieler der Welt Leben einhauchen, aber sie handeln und denken nach der Lore der Welt, weil sie die Welt sind.
Ganz gleich aus welchen Gründen wir unsere Chars auf die Feste schicken oder sie davon fern halten, spiegelt das nicht den Geist der übrigen Leute wieder. Unsere Chars sind Heldencharaktere. Herausragende Persönlichkeiten, die teilweise von weit her kommen. Sie erleben viel mehr Shit als manche NPC zusammen, weil wir als Spieler es so wollen.
Das einfache Volk welches durchaus seit Generationen in Rhûn leben kann, aber auch wie Jacky beschrieben hat aus Zugezogenen bestehen kann, wurde dennoch größtenteils religiös erzogen. Sie wissen dass ihr Leben unmittelbar von den Göttern abhängig ist und dass alles was sie kennen auf einen Streich zu Asche werden kann. Nun mag man argumentieren, warum sie nicht einfach weg gehen? Naja, wie schon gesagt Rhûn ist das Paradies auf Terrua, das gibt der einfache Geist nicht unbedingt wegen einer möglichen schlechten Zukunft auf. Und so ein Umzug in ein anderes Land ist auch immer mit immensen Kosten verbunden. Und nicht jedem ist es ein leichtes Freunde und Familie oder auch nur einfache Gewohnheiten zurück zu lassen. Und wie oben erwähnt, kann die Gefolgschaft der Götter aus duzenden Gründen bestehen, die nicht unbedingt mit Angst zu tun haben muss.

Zu guter Letzt noch etwas zu Alea in Anbetracht des gleich startenden Events:
Viele sind der Ansicht, sie sei Fruchtbarkeits- und Kriegsgöttin. Fruchtbarkeit: Ja. Krieg: Nein!
Sie ist Göttin der Rache, durch die Ungerechtigkeit die ihr selbst seit der Schaffung des Landes immer wieder zuteil wird (ich sage nur gezinktes Streichholzziehen).
Alea wäre als Kriegsgöttin ein absoluter Totalausfall: sie hat sich bisher von Edana in 2 Kriege tricksen lassen, hat bisher alle Schlachten verloren, wurde von dem fremden Gott entführt und vergewaltigt und hat aus alldem irgendwie immer noch nicht dazu gelernt. Das ist keine Kriegsgöttin.
Das einfache Volk mag sie des öfteren fälschlicherweise so bezeichnen und vielleicht hat auch Alea selbst Gefallen daran gefunden und nennt sich selbst so, aber sie ist es nicht. Spielerchars KÖNNEN das wissen, müssen aber nicht. Play as you like!

Und jetzt viel Spaß beim Fest feiern Wink
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#17
Also um auch grob mal meine Meinung dazu zu schmeißen:
Ich habe mal im Regelbuch von "Das Schwarze Auge" einen schönen Satz dazu gelesen. Den Wortlaut bekomme ich leider nicht mehr hin (und ich hab auch keine Lust die drölfzillionen Bände zu lesen ums wieder zu finden).
Der Sinn war jedoch folgender: Es gibt keine ungläubigen Menschen in DSA. Magie und Götter sind ein fester Bestandteil der Kultur und des Lebens der Bewohner. Es gibt Magier und Priester, welche die Gunst der Götter erlangen und aktiv Wunder wirken können.
Ich denke sowas ähnliches trifft auch bei uns zu. Es wird keinen Charakter geben, der sagt die Götter gibt es nicht, da sie greifbar und vor allem sichtbar Einfluss nehmen. Zu sagen ich glaube nicht an Gott XY wäre also Schwachsinn und würde aus dem Gefüge des Servers raus fallen und zeugt damit (Vorsicht, Meinung) auch nicht unbedingt von guter Charplanung.
Das wäre als würde man Erdbeben leugnen, obwohl man gerade eben eins miterlebt hat.

Aus dem selben Grund sollte es (Vorsicht, Meinung) meiner Meinung nach keinen Char geben, der sagt ich zolle diesem und jenem Gott keinen Respekt. Wenn ein übermächtiges Wesen vor einem steht, ganz egal, wie der Charakter so aufgestellt ist, wird er diesem Wesen Respekt zollen. Wenn ich die Wahl habe zwischen Respekt zollen und definitiver göttlicher Vergeltung fällt die Wahl denke ich nicht so schwer.

Allerdings muss ich sagen, keiner ist gezwungen einen oder gar alle Götter zu verehren. Und das wäre auch langweilig. Es geht lediglich darum, dass wenn es ein Fest gibt (um mal zurück zum Thema zu kommen) bei dem einer der Götter geehrt wird, oder um das Wohlwollen dieses Gottes zu erlangen, dann gibt es denke ich niemanden, der unter den genannten Annahmen sagen würde, Alea gibt es nicht, und deshalb gehe ich auch nicht zu dem Fest. Auch würde niemand sagen, ich hasse Alea, und gehe deshalb nicht zu dem Fest. Zumindest nicht ohne einen triftigen Grund wie zum Beispiel, mein Vater ist von Alea getötet worden oder was auch immer (Hier einen beliebigen anderen guten Grund einfügen).

Ich denke das Problem ist, dass viele Spieler das mit der Antipathie zwischen Menschen gleich setzen. Aber es handelt sich bei den Göttern eben nicht um Menschen, sondern um Wesen, die sich außerhalb der "Spähre" der Menschen bewegen. Vielleicht sollte man das Wesen der Götter mehr mit einer Naturgewalt vergleichen (nur um einen Rahmen dafür zu bekommen).
Es geht ja auch keiner hin und sagt ich hasse das Meer, weil so viele Menschen bei Tsunamis sterben.

Wie gesagt, nur meine 50 Cent dazu. Fand halt irgendwie, dass an das Konzept Götter etwas laff ran gegangen wurde Wink Bitte nicht hauen *duck*

EDIT: Wobei man, wenn man diese Diskussion jetzt fortsetzen will, evtl nen neuen Thread aufmachen sollte.
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